SoVD-Jugend Niedersachsen
Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Veranstaltung „Raus aus der Schule - rein in Hartz IV?“
Veranstaltung „Raus aus der Schule - rein in Hartz IV?“
Jugendliche aus zehn Schulen fachkundig informiert
Erstmals hat der SoVD Niedersachsen gemeinsam mit dem niedersächsischen Landesschülerrat (LSR) eine Informations- und Diskussionsveranstaltung für Schüler zum Thema „Raus aus der Schule - rein in Hartz IV?“ durchgeführt.
Mit der Veranstaltung sollte durch Vorträge und eine Diskussionsrunde dem Informationsbedarf von Jugendlichen zum Arbeitslosengeld II beziehungsweise Hartz IV fachkundig und verständlich begegnet werden. Das Interesse seitens der Schüler und Lehrer war groß: rund 190 Teilnehmende aus zehn Schulen der Region Hannover waren zu Gast.
Der SoVD-Landesvorsitzende Adolf Bauer und Katharina Lorenz vom Sozialberatungszentrum Hannover haben den Schülern und Lehrern erklärt, was sich hinter dem Begriff Hartz IV verbirgt und was der Bezug für das alltägliche Leben bedeuten kann. Der LSR und die integ-Jugend im SoVD Niedersachsen haben zudem deutlich gemacht, dass die Schüler selbst aktiv werden können, um sich Perspektiven zu schaffen. Außerdem gab es zahlreiche Stände, an denen sich Jugendliche über verschiedene Themen rund um den Berufseinstieg informieren konnten. So präsentierten die „Pro Aktiv Center“ der Region Hannover ihr Programm, das benachteiligte junge Menschen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt. Auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen war bei der Veranstaltung vertreten und stellte neben ihren Ausbildungsberufen auch ein Projekt vor, bei dem Schüler soziale Kompetenzen erwerben können.
Im Rahmen der Informations- und Diskussionsveranstaltung für Schüler forderte der SoVD Niedersachsen gemeinsam mit dem LSR die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit und die Abschaffung der Studiengebühren in Niedersachsen.
„Wir brauchen außerdem ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen in den Schulen“, sagte SoVD Landesvorsitzender Adolf Bauer. Der Schulbesuch dürfe auch bei älteren Schülern oder in weiterführenden Schulen nicht daran scheitern, dass die Kosten für Monatskarten im öffentlichen Nahverkehr nicht übernommen würden. Bauer forderte die jeweiligen Kostenträger auf, die entsprechende Finanzierung sicherzustellen.
„Es ist völlig unverständlich, dass einem Großteil von Kindern der Erwerb von Bildung derart erschwert wird“, meinte Bauer. Ziemke und Bauer sehen das Land Niedersachsen nun eindeutig in der Pflicht: „Insgesamt unterstützt Niedersachsen Schüler aus benachteiligten Familien nicht in ausreichendem Maße. Hier müssen klare Rahmenbedingungen geschaffen werden, die gleiche Bildungschancen ermöglichen“, stellten sie übereinstimmend fest.